Confessions of a dangerous mind

a life less ordinary and the space in between

back and forth

mit einem Kommentar

einfach sein. und. einfach sein.

Written by michibeckinhell

März 30, 2009 um 10:11

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kriegsbeile … gefällt mir …

mit 3 Kommentaren

ok ich muss gestehen es gibt momente da kotzt mich mein digitales social-software-alter ego dermaßen an, dass ich nur noch verwundert vor dem bildschirm sitzen kann, ob der gebündelten schwachsinnigkeit unseres 21.jh.-daseins. der digitale bohemian sammelt ja fleißig facebook-freunde, aber mal ehrlich so kann das einfach nicht weitergehen. deswegen ignoriere ich 99% der anfragen in zukunft und dass sogar mit gutem gewissen und einem verschmitzten spitzbubenlächeln auf den lippen. denn ich will keine alten schulfreunde mehr wieder-sehen, noch wissen welchen ballermann-allinclusive-urlaub sie mit ihrem prügelfreund wieder mal gemacht haben, ehe sie sich dem traurig-trostlosen supermarktkassen/tischlerei/etc-job wieder hingeben. und das ist keineswegs eine kritik an ebenjenen berufen, nein, nur an facebook-freundschafts-werbern. wie willkürlich manch einer da anfragen stellt, lässt sich schon allein daran erkennen, dass den meisten zwei gleiche bekannte ausreichen um jemand als facebook-freundschafts-würdig zu erachten und in den auserwähltenkreis zu hieven. mal ehrlich, wenn ich das im echten leben auch so machen würde, dann wäre ich mit der ganzen welt befreundet und dass is nicht nur unrealistisch sondern auch größenwahnsinnig.

die wurzel allen übels ist aber nicht die social software an sich, sondern so “sinnvolle” anwendungen wie die statuszeile, wo man der ganzen welt entgegenschalmeiend mitteilen kann wie a) toll das wochenende war b) das mittagessen gerade schmeckt c) man sich über post/einen lottogewinn/oder den untergang des 3.liga-fußballclubs unterhaching freut. und dann die untaste des jahres für mich: gefällt mir. jedem gefällt dann irgendwas und man freut sich, wenn vielen etwas von einem selbst gefällt. und wieder wären wir dem totalen seelen-striptease ein stückchen näher. wieso aber gibt es nicht eine möglichkeit für: gefällt mir überhaupt nicht. oder kotzt mich an. oder kann mir gestohlen bleiben. ?? wäre mindestens so unterhaltsam und dreimal so ehrlich. denn mal ernsthaft mit der ganzen positve-stimmung-masche kann man doch nun wirklich niemand mehr überzeugen… oder darf man digital nur total gut drauf sein und muss alle seinen virtuellen freunde lieben? wahrscheinlich und noch ein grund mehr das kriegsbeil auszugraben. facebooks eviltwin wäre dann wohl assbook – die dunkle seite der macht.

ist es wirklich schon so schlimm um uns alle bestellt, dass das unsere realität geworden ist? ja. willkommen in der vorhölle. es bleibt nur sich selbst das letzte kleine bisschen digitaler würde zu bewahren und getrost all den versuchungen des facebook-universums zu widerstehen um sich selbst einen gefallen zu tun und die seele nicht so zumüllen zu lassen…

in solchen momenten liebe und beneide ich meinen dad, wenn er mich mit großen kleinekinder-augen ansieht und fragt: du ich hab einen ipod geschenkt bekommen, was ist denn das? … denn manchmal ist so technikloses leben das beste was einem passieren kann… und ich weiß viele würden jetzt gerne anklicken: gefällt mir! … was zu beweisen war.

Written by michibeckinhell

März 23, 2009 um 11:09

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unrund

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ein bisschen unrund. so mit all den ecken und kanten die ich mir über die jahre zugelegt habe. ein bisschen wie schleifpapier und irgendwie auch ein wenig ausschau halten. mit zusammengekniffenen augen gegen das licht zu blinzeln und vor lauter farbpunkten vor den augen gar nicht mehr wissen wo man steht. auch schon mal holprig und unsicher. dann wieder verärgert, dass ich zwar ein spieler aber keiner bin der spielchen spielt. ich stehe viel zu fest mit wackeligen beinen in dieser welt um mich von solchen dingen umwerfen zu lassen. und deswegen ist das heute ein tag für grüne, nicht blaue, augen und ein trotziges die welt kann mich mal.

Written by michibeckinhell

März 19, 2009 um 2:15

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sittin’ waitin’ wishin’

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warten war noch nie meine große stärke. dazusitzen und abzuwarten was passiert. den moment trotzdem zu genießen. wenn man so rastlos ist wie ich, dann ist die warterei wie stillstand, obwohl sie oft einfach auch ein luftholen, ein zurücklehnen und erneut mit staunenden augen betrachten sein kann. und deswegen jetzt erstmal ein demonstratives händehintermkopfverschränken und zeit zeit sein lassen. und ein bisschen dem frühling entgegengrinsen…

Written by michibeckinhell

März 18, 2009 um 8:22

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weekend poetry

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die stufen nach unten. rein in den club. die atmosphäre entspannt gespannt. du weißt nicht was dich erwartet. bier auf. hallo für jeden den man kennt. die musik fühlt sich in deinen körper. dann ist es plötzlich still. auf der bühne sprechakrobaten, wortkünstler, dichterseelen. jeder buchstabe, jedes wort an seinem platz. manchmal zum lachen, manchmal nachdenklich. entführt in tausend gesprochene welten. erdachte gedankenburgen. gewünschte traumlandschaften. danach ist alles eine wunderbare traumblasenwunderwelt und entspanntes trinken und lachen. ein wochenende voller poesie und dem einen oder anderen moment des zufriedenseins.

Written by michibeckinhell

März 17, 2009 um 8:24

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geisterhaft

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komisches gefühl wenn man unvermutet auf die geisterhaften aufzeichnungen tausend vergangener worte starrt und die letzten 1,5 jahre seines lebens noch einmal auf dem bildschirm flimmern sieht. ein unendlicher dialog zweier menschen die sich einmal sehr sehr nahe waren. skype speichert alles. jeden einzelnen getippten buchstaben kann ich rückwirkend hervorzaubern und in all den gesprächen lesen die mal innerster teil meiner welt waren. u so eine geisterwelt ist immer irgendwie eine gänsehauterfahrung. kontakt zu einer anderen welt, die nicht mehr existiert. wer war ich? wer bin ich heute? lieber das macbook zuklappen, den winter von den schultern schütteln und mit einer verbeugung den frühling begrüßen, auch wenn er sich noch hinter zwei hausecken versteckt hält…

Written by michibeckinhell

März 12, 2009 um 2:23

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breathtaking

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atemlos vergeht die zeit und weigert sich auch nur eine sekunde davon zurückzunehmen. und du läufst und läufst und weißt doch schon gar nicht mehr, wie du ankommen sollst. du hörst traurige musik weil dir danach ist und vergräbst dich in deiner gedankenwelt um auf die realität pfeifen zu können. ein bitteres heiseres lachen begleitet dich auf deinem weg. und der wind wird spürbar kälter, härter und unfreundlicher. die kälte schneidet dir grimassen und falten ins gesicht, zeichnet die geschichten hundert anderer leben in deine augen und umschmeichelt dich in der nächsten sekunde wie einen alten freund. die warmherzige anonymität der caféhäuser bringt dich zum lächeln, denn du weißt dass einige an ganz anderen träumen gescheitert sind. gedankenverloren streifst du dir durch die haare, die schon längst nur noch wachsen, weil sie ein ausrufezeichen deiner fortwährenden rebellion gegen diese welt sind und trotzdem nie mehr als haare sein werden. du würdest dir gerne eine zigarette drehen um der verwegenheit deiner erscheinung noch nachdruck zu verleihen um sinnsuch-rauchend an der wand zu lehnen. und dann lächelst du das leiseste lächeln dieser welt, weil es nur für dich bestimmt ist. weil atemlos schöne momente immer schnell vorbei sind und selbst in der größten melancholie der situation weißt du, dass du frei bist und dieses verdammt gute leben versuchst so gut du kannst zu spüren. was war und ist, kommt und bleibt…

Written by michibeckinhell

März 6, 2009 um 4:39

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behind the music

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der ziegelsteinbau erzählt von tausend stimmen und menschen. hat alles gesehen, was diese stadt zu bieten hat. backstageorgien, brilliante bühnenshows und den einen oder anderen betrunkenen abend mit den menschen die einem lieb sind. ist musikalischer zufluchtsort für die heimatlosen seelen, die wir alle ohne musik wären. und selbst die gestrandeten wissen zu schätzen, dass dieser platz real existiert und fixer bestandteil der kulturellen identität dieser stadt ist. die intimität mancher konzerte innerhalb dieser ziegelwände ließ von fernen welten träumen. gestern abend verschluckte mich aber nicht die anonymität der sich im takt wiegenden masse. exponiert, fast nackt möchte man sagen, standen bloß ein paar wenige gäste und hörten wie ich eine mischung aus radiohead, eels, pink floyd und wahrscheinlich tausend anderer einflüsse. bemüht und abgeklärt. aber kein abend für mich in der musik zu versinken, weil ich das nie auf knopfdruck kann. genausowenig wie das genießen und abschalten. und trotzdem war es ein großartiger abend. weil das leben nicht immer auf der bühne stattfindet, weil es manchmal auf zwei hockern im schwach beleuchteten barbereich direkter, ehrlicher und schöner sein kann. weil ein gespräch was als musikkritik begann, schnell eine erklärung an unser schon ein bisschen vernarbtes dasein wurde. ein zugeständnis der ecken und kanten mit denen wir uns tagtäglich herumschlagen. jedes wort ein umarmen des lebens und verständnisvolles kopfnicken für den anderen. im hintergrund die musik und dahinter manche wahrheit über mich und die anderen. das nachhausegehen dann eine stille verbeugung vor der freundschaft und lady zufall.

Written by michibeckinhell

März 4, 2009 um 12:39

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wie zum teufel schaltet man eigentlich diese kopfwelt wieder ab?

Written by michibeckinhell

März 3, 2009 um 3:21

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get the new one baby

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michibeckinhell jetzt auch als rss-feed.

Written by michibeckinhell

März 2, 2009 um 9:06

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